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26.01.2009

GEW: „Arbeitgeber provozieren Warnstreiks“

Zweite Verhandlungsrunde öffentlicher Dienst/Länder: TdL muss endlich Angebot vorlegen – kein Problembewusstsein für Nachwuchsmangel bei Lehrkräften

Potsdam – „Mit ihrer Blockadehaltung provozieren die Arbeitgeber Warnstreiks. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat sich bisher nicht bewegt, sie muss jetzt endlich ein Angebot vorlegen“, verlangte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad am Montag in Potsdam nach Ende der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes/Länder. „Den Arbeitgebern fehlt jedes Bewusstsein für das Nachwuchsproblem im Lehrkräftebereich. Sie nehmen nicht zur Kenntnis, dass die Schulen schon jetzt auf dem Zahnfleisch gehen, Unterricht ausfällt, dass es nur so kracht.“ Bereits seit längerem entschieden sich immer weniger junge Menschen für den Beruf des Lehrers, weil die Arbeitsbedingungen nicht attraktiv genug seien.
 
„Mit acht Prozent aus der Wirtschaftskrise“, fasste Schaad das Ziel der Gewerkschaftsforderung in der Tarifrunde zusammen. „Mit einem schlichten ‚Nicht verhandelbar’ werden die Arbeitgeber ihrer besonderen Verantwortung in der Krise nicht gerecht. Um Arbeitsplätze zu sichern, muss die Kaufkraft der Menschen gestärkt werden. Die Beschäftigten, mit deren Geld die Schutzschirme für versagende Banken und Wirtschaftsunternehmen aufgespannt werden, nehmen keine weiteren Reallohnverluste hin“, betonte die GEW-Verhandlungsführerin. Die Forderung der Gewerkschaften ver.di, GdP, dbb-Tarifunion orientiere sich an dem Abschluss für Bund und Kommunen aus 2008.
 
Info: Für aktuelle und Hintergrundinformationen erreichen Sie GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad während der Verhandlungsrunden unter 0151/15134646, den GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne unter 0151/15134650 und Pressesprecher Ulf Rödde unter 0160/90557232.

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 14./15. Februar in Potsdam statt.


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