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News vom 25.04.2005Pressemitteilung Nr. IX
GEW: „Arbeitgeber haben Tarifverhandlungen vor die Wand gefahren“
600 Menschen protestieren auf Erfurter Anger
Erfurt – „Die Arbeitgeber haben die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst auf Länderebene durch ihre kompromisslose Haltung gegen die Wand gefahren. Mit ihrer Forderung, die Arbeitszeiten bis auf 42 Stunden zu erhöhen, haben sie alle Arbeitslosen brüskiert“, sagte Heiko Gosch, für Tarifpolitik verantwortliches Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), vor 600 Menschen auf dem Erfurter Anger. Die ver.di-Bundestarifkommission, in der auch die GEW vertreten ist, hatte am Mittag die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt. Gosch war der GEW-Vertreter bei den Verhandlungen.
„Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ist am Ende. Einige Länder, die jegliche Kompromissbereitschaft vermissen ließen, haben deutlich gemacht, dass sie nicht länger am Flächentarifvertrag festhalten wollen“, betonte Gosch.
Er lehnte eine Verlängerung der Arbeitszeit und Kürzungen des Weihnachts- und Urlaubsgeldes ab. „Auch Lehrkräfte müssen endlich in den Schutz des Tarifvertrages aufgenommen werden. Lehrkräfte und Wissenschaftler dürfen nicht länger Beschäftigte zweiter Klasse bleiben“, unterstrich der Gewerkschafter.
Er kündigte an, dass die Gewerkschaften bereit seien, die Auseinandersetzungen in den Ländern zu führen. Bereits morgen seien in Nordrhein-Westfalen die ersten Aktionen geplant.
Gosch warnte die Länder davor, sich vor den Karren von Bayern und Hessen spannen zu lassen. Sie sollten Bereitschaft signalisieren, jetzt zu einer Einigung auf der Grundlage des Tarifabschlusses mit Bund und Kommunen zu kommen.
GEW-Pressesprecher Ulf Rödde