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09.12.2008

GEW: „Acht Prozent mehr Gehalt für Beschäftigte im öffentlichen Dienst!“

Bildungsgewerkschaft zur Tarif- und Besoldungsrunde 2009 öffentlicher Dienst/Länder

Berlin – Die Gewerkschaften fordern für die Tarif- und Besoldungsrunde 2009 im öffentlichen Dienst/Länder acht Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro. Der Tarifvertrag soll zwölf Monate laufen. Referendarinnen und Referendare sollen 120 Euro mehr erhalten. Zudem verlangen die Gewerkschaften die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten, die bei den Ländern und Kommunen beschäftigt sind.

„Deutschland steuert auf einen massiven Pädagogen- und Lehrermangel zu. Wenn wir mehr junge, qualifizierte Menschen für den Pädagogenberuf gewinnen wollen, brauchen wir attraktive Arbeitsbedingungen: Dazu gehört auch das Gehalt. Hier ist ein ordentlicher Zuschlag notwendig und gerechtfertigt“, begründete GEW-Tarifexpertin Ilse Schaad die Forderungen der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes. Sie wies darauf hin, dass die Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte in den vergangenen Jahren systematisch verschlechtert worden seien.

Gleichzeitig seien die Anforderungen gestiegen, die Gehälter haben jedoch nicht mitgezogen: „Im Gegenteil, Berufsanfänger erhalten bis zu 27 Prozent weniger Einstiegseinkommen als in der Vergangenheit. Wir brauchen jedoch in Zukunft mehr und nicht weniger Lehrkräfte, das haben die jüngsten PISA-Ergebnisse noch einmal deutlich gemacht“, unterstrich Schaad.

Info: Von den 1,95 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst/Länder, die die Tarif- und Besoldungsrunde 2009 betrifft, arbeiten 941.000 als Lehr- und sozialpädagogische Fachkräfte im Schuldienst, davon sind 320.000 Tarifbeschäftigte.


Links

Tarif- und Besoldungsrunde 2009

 

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