Startseite


 
 
 
 
 
 
 
 

GEW-Wissenschaftskonferenz

Mit den Wissenschaftskonferenzen wird die Tradition fortgesetzt, im größeren Rahmen Themen zu diskutieren, für die in den tagespolitischen Auseinandersetzungen kaum Zeit ist.

Wissenschaftskonferenz 2010

1. bis 4. September 2010 in Templin (Brandenburg)

Die Personalstruktur und Karrierewege an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen weisen im internationalen Vergleich enorme Strukturdefizite auf. Das hat zuletzt der Bundesbericht zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (BuWiN) mit umfassendem Datenmaterial aufgezeigt. „In der Regel werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aber noch zu lange darüber im Unklaren gelassen, ob sie sich auf eine Karriere in Wissenschaft und Forschung dauerhaft einlassen können“, heißt es im Vorwort der Bundesregierung zum BuWiN, die inzwischen den zweiten Bundesbericht in Auftrag gegeben hat.

Die Bildungsgewerkschaft GEW möchte auf ihrer 4. Wissenschaftkonferenz vom 1. bis 4. September 2010 gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Promovierenden und Postdocs, Expertinnen und Experten, Politikerinnen und Politikern sowie Vertreterinnen und Vertretern wissenschaftspolitischer Organisationen eine kritische Bestandsaufnahme der Karrierewege in Hochschule und Forschung machen, Alternativen prüfen und Reformperspektiven diskutieren.

Aktuell
 

Download

/ Programm.pdf (61,47 KB)
neu! 
/ Anfahrt Hotel Templin.pdf (197 KB)
 

 


Gefördert vom


 

Ansprechpartnerin

GEW-Hauptvorstand
Vorstandsbereich Hochschule und Forschung
Andrea Vath
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt am Main


Telefon:069 78973 - 315
Fax:069 78973 - 103

zum Seitenanfang

Wissenschaftskonferenz 2009

9. bis 12. September 2009 in Bad Wildbad (Schwarzwald)

Der Bologna-Prozess näherte sich 2009 der Zielgeraden. Vor zehn Jahren hatten die Bildungsministerinnen und Bildungsminister aus 29 europäischen Ländern in Bologna die Schaffung eines Europäischen Hochschulraums bis 2010 verabredet. Inzwischen hatten 46 Länder innerhalb und außerhalb der EU die Bologna-Erklärung unterzeichnet.

Doch im Jubiläumsjahr war nicht allen zum Feiern zu Mute. Von einem Europäischen Hochschulraum, der auf der Förderung der Internationalisierung
von Forschung, Lehre und Studium, der Erleichterung der grenzüberschreitenden Mobilität von Studierenden und Hochschulbeschäftigten sowie der Verbesserung der Qualität von Lehre und Studium beruht, sind wir noch weit entfernt. Auf der 5. Bologna-Folgekonferenz, die im April 2009 im belgischen Leuven stattfand, wurde daher die Fortsetzung des Reformprozesses bis 2020 vereinbart.

Auf der 3. Wissenschaftskonferenz vom 9. bis 12. September 2009 wurde zum einen nach zehn Jahren eine Zwischenbilanz des Bologna-Prozesses gezogen: Was sind seine Leistungen, was die Fehlleistungen? Ein Höhepunkt war hierbei die Vorstellung der Ergebnisse der Expertise „Der Bologna-Prozess zwischen Anspruch und Wirklichkeit“. Zum anderen diskutierten wir gemeinsam mit Studierenden, Lehrenden, Expertinnen und Experten sowie Repräsentanten bildungspolitischer Akteure, wie der Bologna-Prozess nach 2010 ausgestaltet werden sollte: Hat der Bologna-Prozess die Endstation erreicht oder gehören ab 2010 neue Themen auf die Agenda? Soll alles so weiter gehen oder brauchen wir einen „radikalen Kurswechsel im Bologna-Prozess“ (Appell des 26. Gewerkschaftstages der GEW an die Leuvener Ministerkonferenz)?

Tagungsort der Wissenschaftskonferenz 2009 war die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Bad Wildbad im Schwarzwald.


zum Seitenanfang

Wissenschaftskonferenz 2008

25. bis 29. August 2008 in Papenburg

Die Steuerung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen steht auf dem Prüfstand. Wer steuert die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Zukunft wohin? Wie können die Organisations-, Leitungs- und Entscheidungsstrukturen zeitgemäß ausgestaltet werden? Wo bleibt dabei die Partizipation der an Forschung, Lehre und Studium beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studentinnen und Studenten? Braucht exzellente Wissenschaft nicht auch exzellente Mitbestimmung? Welche Herausforderungen ergeben sich aus der Internationalisierung von Hochschule und Forschung? Welchen Beitrag können künftig die Gewerkschaften zur Hochschulsteuerung leisten, welche Rolle spielen die Studentenwerke?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der aktuellen wissenschaftspolitischen Diskussionen. In ihrer zweiten gemeinsamen Wissenschaftskonferenz gingen die Hans-Böckler-Stiftung, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und das Deutsche Studentenwerk den Fragen auf den Grund, hörten die unterschiedlichen Perspektiven wissenschaftspolitischer Akteure dazu und loteten die Perspektiven einer Neuordnung der Steuerung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus, bei der die Partizipation nicht auf der Strecke bleibt, sondern als Triebkraft für die Innovation von Hochschule und Forschung zum Zuge kommt. Der Bogen wurde dabei von den Spuren der Auseinandersetzungen um die Demokratisierung der Hochschulen seit 1968 über die Reichweite und Grenzen der Entstaatlichung, die Handlungsspielräume von Betriebs- und Personalräten, die Perspektiven der Mitbestimmung in Europa, die soziale Öffnung der Hochschulen als Grundlage der Demokratisierung von Bildung und Wissenschaft, die Steuerungsmöglichkeiten von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten bis hin zur Perspektive gesellschaftlicher Interessenvertretung in Hochschulräten gespannt.

Für die Wissenschaftskonferenz konnten wir kompetente Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Forschung und Politik gewinnen, die sich einer offenen Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern stellten.

Die zweite Wissenschaftskonferenz fand 2008 in Papenburg in Niedersachsen statt, das Mitte des 17. Jahrhunderts als älteste deutsche Moorkolonie gegründet wurde und heute ein beliebter Erholungsort im Emsland unweit der Nordseeküste und der niederländischen Grenze ist. Das Tagungshotel befand sich in einer alten Werft und bot mit seiner Umgebung ein einmaliges Ambiente zwischen Industrieromantik und maritimem Flair – ideale Bedingungen für angeregte Debatten, auch in den Pausen und am Abend. In einer „Papenburger Erklärung“ forderten die TeilnehmerInnen der 2. Wissenschaftskonferenz aus Anlass der Errichtung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eine Verbesserung der Mitbestimmung der Beschäftigten in der außerhochschulischen Forschung. Die Ergebnisse der Konferenz wurden als Band 115 der Reihe „GEW-Materialien aus Hochschule und Forschung“ dokumentiert.


zum Seitenanfang

Wissenschaftskonferenz 2007

27. bis 31. August 2007 am Diemelsee

Die deutschen Hochschulen stehen unter einem enormen Druck. Die Kultusministerkonferenz prognostiziert einen massiven Anstieg der Studierendenzahlen für die kommenden Jahre, den Wirtschaft und Gesellschaft auch tatsächlich dringend brauchen, um den Bedarf an akademisch qualifizierten Fachkräften befriedigen zu können. Unternehmen Bund und Länder zum zweiten Mal nach den achtziger Jahren den Versuch, einen „Studentenberg“ zu „untertunneln“, oder sorgen sie für einen bedarfsgerechten Ausbau der Studienplätze an unseren Hochschulen? Bereits heute verfügt Deutschland über ein Bildungssystem mit einer im internationalen Vergleich besonders hohen sozialen Selektivität. Wird der Zugang zu den Hochschulen durch die Einführung von Studiengebühren und einen schleichenden Funktionsverlust der staatlichen Ausbildungsförderung weiter erschwert, oder sorgt eine Reform der Studienfinanzierung für mehr Chancengleichheit?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der aktuellen wissenschaftspolitischen Diskussionen. In ihrer gemeinsamen Wissenschaftskonferenz 2007 wollten die Hans-Böckler-Stiftung, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und das Deutsche Studentenwerk den Fragen auf den Grund gehen, die unterschiedlichen Perspektiven wissenschaftspolitischer Akteure dazu hören und die Perspektiven einer Reform der Hochschul- und Studienfinanzierung ausloten. Der Bogen wurde dabei von den Folgen der Föderalismusreform, Hochschulpakt und Exzellenzinitiative über die soziale Lage der Studierenden, die Folgen der Einführung von Studiengebühren und die Perspektiven einer Reform der Ausbildungsförderung bis hin zur Diskussion um Stiftungsuniversitäten und nachfrageorientierte Hochschulfinanzierung gespannt. Einzelheiten sind dem unter Download zu findenden Programm zu entnehmen. Für die Tagung konnten wir kompetente Expertinnen und Experten gewinnen, die sich einer offenen Diskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern stellten. In Arbeitsgruppen wurde ergebnisorientiert über Perspektiven der Reform der Hochschul- und Studienfinanzierung beraten.

Als Tagungsort hatten wir uns für den Diemelsee im hessischen Sauerland entschieden. Das Hotel Best Western liegt direkt See in einer schönen landschaftlichen Umgebung, das an das Hotel angeschlossene Gemeindezentrum, unser Tagungshaus, ist fünf Laufminuten entfernt und bot die idealen Bedingungen für angeregte Debatten, auch in den Pausen und am Abend. Die Ergebnisse der Konferenz sind als Band 113 der Reihe „GEW-Materialien aus Hochschule und Forschung“ dokumentiert.


zum Seitenanfang

GEW-Sommerschulen

Vorläufer der Wissenschaftskonferenzen waren die GEW-Sommerschulen, über viele Jahre ein „Markenzeichen“ für die GEW-Arbeit in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen: Ende August traf „man“ sich in der Akademie am Meer im Norden der Insel Sylt, um Themen zu diskutieren, für die in den tagespolitischen Auseinandersetzungen kaum Zeit ist. In den letzten Jahren ging es um die Themen: „Management of Change“ (2001), „Bildung – Ware oder öffentliches Gut?“ (2002), „Tarifvertrag Wissenschaft?“ (2003) und die „Strukturen des Tertiären Bereichs nach dem Bologna-Prozess“ (2004). Immer waren wissenschaftspolitische Fragestellungen mit denen materieller Interessenvertretung verbunden, immer wurden nationale Auseinandersetzungen durch internationale Beiträge gespiegelt. Die GewerkschafterInnen blieben nie unter sich: MinisterInnen, HochschulpräsidentInnen, ParlamentarierInnen und JournalistInnen haben geholfen, die gewerkschaftlichen Beschlusslagen gegen den Strich zu diskutieren. Jüngere KollegInnen waren eingeladen, mit ihren Fragen die gewerkschaftlichen Positionen weiter zu entwickeln.
Die Sommerschule war seit 2001 mit aktueller Berichterstattung online. Referate und Diskussionbeiträge vieler Sommerschulen wurden als GEW-Materialien aus Hochschule und Forschung nachträglich auch in gedruckter Form veröffentlicht.


/ zum Seitenanfang