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17.03.2006

GEW-Vorstand in Sorge um Zukunft des Goethe-Institut

In einem Brief an die Präsidentin und die Mitglieder des Präsidiums des Goethe Instituts haben der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne und Ilse Schaad, zuständiges Vorstandsmitglied für Tarifangelegenheiten, ihrer Sorge um die Zukunft des Goethe-Instituts zum Ausdruck gebracht.

Befürchtet wird, dass von den geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen zunächst vor allem Ortskräfte - besonders in Westeuropa - betroffen sind. Die GEW sieht aber gerade in einem vereinten Europa eine besondere Aufgabe des Goethe-Instituts darin, das Zusammenwachsen auch tatsächlich durch seine dialogische Kulturarbeit zu begleiten und zu unterstützen.

Wichtig ist der GEW, dass alle Maßnahmen des Goethe-Vorstands unter Beteiligung der Arbeitnehmervertretungen konzipiert und umgesetzt werden. Nur so ist sicher zu stellen, dass auch, die einem deutschen Kulturinstitut gut zu Gesicht stehende, soziale Verantwortung den Beschäftigten gegenüber, ausreichend berücksichtigt wird.

Auch die hinausgezögerte Übernahme des derzeitigen Ausbildungsjahrgangs der Trainees und die geplante Aussetzung der Trainee-Ausbildung 2006/07 wird von der GEW kritisch gesehen. Eine solche Maßnahme beeinträchtigt die Motivation der Nachwuchskräfte und führt zu unbilligen sozialen Härten
- gerade zu Beginn der Berufstätigkeit im Goethe-Institut.

Irritiert ist der GEW-Vorstand über die Vorstellungen, die der Goethe-Vorstand dem Betriebsrat für den Eigenmittelbereich unterbreitet hat. Im Oktober letzten Jahres hat sich die GEW äußerst kooperativ gezeigt und dem Wunsch des Goethe-Vorstands zur Übernahme des TVöD, auch für den Eigenmittelbereich, zugestimmt.

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