28.01.2009

GEW-Streikaufruf zeigt Wirkung - Bislang größter Lehrerstreik in NRW

1000 streikende Lehrer bekräftigen Acht-Prozent-Foderung

Weitmehr als 1.000 angestellte Lehrkräfte haben an der ersten landesweiten Streikundgebung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft am Mittwoch in Düsseldorf teilgenommen. Die streikenden Pädagogen unterstützten damit die Forderung der GEW nach einer Einkommenserhöhung um acht Prozent in der derzeit laufenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder. Nach der Streikkundgebung zogen die Streikenden in einem Demonstrationszug vom Streiklokal im Kolpinghaus zur Staatskanzlei am Stadttor.

Am Montag zuvor war die zweite Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und den in der TdL zusammengeschlossenen öffentlichen Arbeitgebern ergebnislos geblieben. Neben einer allgemeinen Gehaltserhöhung von acht Prozent ist die Verbesserung der tarifliche Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte Verhandlungsgegenstand.

„Dieser größte Lehrerstreik, der jemals in NRW stattgefunden hat, ist ein deutliches Warnsignal an die Herren Möllring und Linssen sich zu bewegen. Mit ihrer sturen Haltung kommen sie nicht durch“, erklärte GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber heute in Düsseldorf. Die aus allen Teilen des Landes angeeisten Pädagogen erwarteten ein verhandelbares Angebot. Die Arbeitgeber müssen davon ausgehen, dass die Warnstreiks fortgesetzt werden. Meyer-Lauber wiederholte seine Forderung: „Wer gute Bildung will, muss gut bezahlen. Ministerin Sommer ist aufgefordert, sich jetzt für ihre angestellten Lehrerinnen und Lehrer in der Landesregierung stark zu machen.“ Die GEW werde nicht zulassen, dass die Einkommensentwicklung bei den Landesbediensteten von der der Kommunal- und Bundesbeschäftigten abgekoppelt werde.

Ilse Schaad, beim GEW-Hauptvorstand zuständig für die Tarif und Beamtenpolitik, berichte vor den streikenden Pädagogen von den Tarifverhandlungen in Berlin. Ihr Eindruck: „Die Arbeitgeber sind durch gute Argumente nicht zu überzeugen. Weder eine Verbesserung der Bezahlung noch schnelle Verhandlungen über eine Eingruppierungsordnung für Lehrkräfte halten sie für erforderlich. Einsicht wird bei den Arbeitgeber nur dadurch erzeugt, dass die Beschäftigten die Arbeit niederlegen, und zwar solange, bis es ein vernünftiges Angebot gibt.“

/ zum Seitenanfang