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PM vom 13.03.2009Frankfurt a. M. / Berlin – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat der am 1. März erreichten Tarifeinigung für die Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder zugestimmt. Voraussetzung für dieses positive Votum war eine Mitgliederbefragung, bei der sich fast 84 Prozent der in der GEW organisierten Lehrkräfte sowie der Beschäftigten an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und im sozialpädagogischen Dienst für die Annahme des Verhandlungsergebnisses ausgesprochen hatten. Bei ver.di. stimmten 68,8 Prozent dafür, die Tarifeinigung anzunehmen.
Der Tarifabschluss sei ein „tragfähiger Kompromiss“ und biete eine gute Ausgangslage für die nächste Tarifrunde, sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad heute in Berlin. Neben den Gehaltszuwächsen sei eine Reihe von Fragen im Lehrkräfte- und Wissenschaftsbereich gelöst worden. Zudem sei es gelungen, das Thema Leistungsentgelt zu beenden. Von großer tarifpolitischer Bedeutung sei, dass jetzt erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ein Eingruppierungstarifvertrag für Lehrkräfte verhandelt werde.
Info: Die Bildungsgewerkschaft hat vom 2. bis 12. März ihre Mitglieder, die im öffentlichen Dienst der Länder beschäftigt sind, gefragt, ob sie dem am 1. März erreichten Verhandlungsergebnis zustimmen. Auf dieser Grundlage haben die zuständigen Gremien der GEW in ihrer Beratung am 13. März dem Tarifergebnis zugestimmt.
Die Tarifverhandlungen wurden für rund 700.000 Angestellte bei den Ländern geführt. Das Ergebnis gilt nicht für die Beschäftigten in den Ländern Hessen und Berlin, da diese nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind. Jetzt soll das Ergebnis zeit- und inhaltsgleich auf die rund 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten in den Ländern übertragen werden. Mehrere Länder haben dies bereits zugesagt.