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29.09.2009

G20 Gipfel in Pittsburgh

Beim jüngsten G20 Gipfel in den USA wurden zwar strengere Regeln für Finanzmärkte und mehr Einfluss der Schwellenländer bei globalen Wirtschaftsfragen vereinbart. Was die Bildung anbetrifft sind die Ergebnisse des Gipfels allerdings enttäuschend.

Die Bildungsinternationale begrüßt die beim G20 Gipfel Ende September in Pittsburgh eingegangenen Verpflichtungen „qualifizierte Arbeitsplätze in den Mittelpunkt der wirtschaftlichen Erholung“ zu stellen und „den Schwächsten mehr Unterstützung zu gewähren“. Die G20-Ankündigungen einer koordinierten Wiederbelebungs- und Wachstumspolitik, einer stärkeren Regulierung der Finanzmärkte und einer wichtigen Rolle für internationale Arbeitsorganisation ILO gehen alle in die richtige Richtung.

Dennoch fordert die Bildungsinternationale, dass viel mehr getan werden muss. Als positive Initiative ist das Treffen der G20-Arbeitsminister Anfang 2010 in den USA zu werten, bei dem es um Qualifizierung und Weiterbildung gehen soll. Der jetzige G 20 Gipfel versäumte es jedoch, die wichtigen Erklärungen zur Rolle der Bildung weiter zu verfolgen, die vom G8-Gipfel im Juli beschlossen wurden.

Die G20-Regierungschefs brachten in Pittsburgh ihre Besorgnis zum Ausdruck, dass „mehr als vier Milliarden Menschen ohne Bildung bleiben“ sowie ihre Sorge über „die negativen Auswirkungen der globalen Krise auf die Fähigkeit der Niedriglohn-länder, die Ausgaben in Kernbereichen wie Gesundheit, Bildung, Sicherheits-netze und Infrastruktur aufrecht zu erhalten“. Sie bestätigten außerdem nochmals ihre „historische Verpflichtung, die Millenniumsziele zur Halbierung der Armut und zur Verwirklichung des Rechts auf Grundbildung für alle zu verwirklichen“.

Fred van Leeuwen, Generalsekretär der Bildungsinternationale, bemerkte dazu, dass es aus Sicht der Gewerkschaften nicht ausreicht, nur seine Besorgnis zu äußern. „Wir haben oft gesagt, dass Taten nötig sind und nicht immer nur Erklärungen“, so van Leeuwen. „Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln, um den beiden Schlüsselbotschaften der Bildungsinternationale Geltung zu verschaffen: dass Investitionen in Bildung von entscheidender Bedeutung für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sind und dass jeder Mensch ein Recht auf gute Bildung hat.“

Van Leeuwen fügte hinzu: „Im Juli unterstützten die G8 - im Beisein weiterer zwanzig anderer nationaler Regierungschefs - diese beiden Botschaften klar und deutlich. Es ist deshalb beunruhigend, dass praktisch die gleiche Gruppe drei Monate später beim G20-Gipfel der Bildung nur noch beschränkte Auf-merksamkeit widmet



"Die Ergebnisse sind nicht wirklich befriedigend"
Fred van Leeuwen, Generalsekretär der // Bildungsinternationale


Links

// G20: Sie lassen schon wieder nach
Handelsblatt, 28.9.2009


// Prinzip Haftung
FAZ.NET, 26.9.2009


// Grüne geißeln "Wahlkampfshow"
Süddeutsche Zeitung, 26.09.2009


// Lichtstreif in Pittsburgh
Frankfurter Rundschau, 27.9.2009


// Wichtige Beschlüsse des Weltfinanzgipfels
Frankfurter Rundschau, 28.9.2009


// Steuern rücken auf die Agenda
TAZ, 28.9.2009


// Zeitplan reicht nicht aus
TAZ, 28.9.2009

 

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