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Einführung

Für die GEW ist die Promotion die erste Phase der ForscherInnentätigkeit. Die DoktorandInnen leisten einen wichtigen Beitrag zur Forschung. Deswegen tritt die GEW dafür ein, dass Promovierende auf Stellen im Beschäftigungsverhältnis promovieren und dass ihre Forschungsleistung vergütet wird.
Wie finanziert man eine Promotion?

Für die GEW ist die Promotion die erste Phase der ForscherInnentätigkeit. Die DoktorandInnen leisten einen wichtigen Beitrag zur Forschung. Deswegen tritt die GEW dafür ein, dass Promovierende auf Stellen im Beschäftigungsverhältnis promovieren und dass ihre Forschungsleistung vergütet wird. Die Situation in Deutschland ist jedoch noch eine andere und es gibt recht unterschiedlich Finanzierungswege für die Doktorarbeit. Mit den unterschiedlichen Finanzierungsformen, sei es die MitarbeiterInnenstelle an der Universität, die Projektstelle, das Stipendium oder die berufsbegleitende Promotion, sind zugleich auch unterschiedliche Arbeitsformen und Unterstützungsmöglichkeiten verbunden, deren Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen sind.

Vor- und Nachteile der Finanzierungsformen

Bieten Stipendien in der Regel eine Finanzierung ohne größere Tätigkeitsverpflichtungen und ermöglichen so eine Konzentration auf die Dissertation, sind MitarbeiterInnenstellen an Lehrstühlen oder in Projekten demgegenüber sozial abgesichert, bieten einen Arbeitsplatz und (je nach dem auch) die Unterstützung von KollegInnen oder einen näheren Kontakt zur/zum betreuende/n ProfessorIn. Demgegenüber steht aber eine häufige Arbeitsüberlastung wissenschaftlicher MitarbeiterInnen, insbesondere durch Tätigkeiten, die nur indirekt die Promotion betreffen.

Auch die Möglichkeiten, die eigenen Interessen zu vertreten und für eine Verbesserung der Situation einzutreten sind als StipendiatIn andere als als MitarbeiterIn an Universitäten oder Forschungseinrichtung. Interessenvertretung ist Gewerkschaftsarbeit! Die GEW ist in vielen Personalräten vertreten und hat so die Möglichkeit, den Anliegen promovierender MitarbeiterInnen Gehör zu verschaffen. Die GEW macht Vorschläge für tarifvertragliche Regelungen im Wissenschaftsbereich, die auch die besonderen Bedürfnisse des wissenschaftlichen Nachwuchses berücksichtigen.

Die Mitglieder der GEW-Projektgruppe DoktorandInnen (PG Dok) kennen aus eigener Erfahrung die unterschiedlichen Wege der Promotionsfinanzierung und wissen um die Schwierigkeiten. Sie haben daher auf den folgenden Seiten eine Aufstellung der Fördermöglichkeiten für eine Promotion zusammengetragen, die Euch schwerpunktmäßig Informationen zu den unterschiedlichen Stipendiengebern und Förderwerken sowie eine Hilfestellung bei der Suche nach einer Stelle als wissenschaftliche/r MitarbeiterIn bieten. Die PG Dok diskutiert Verfahrensweisen, die eine möglichst faire und transparente Auswahlpolitik bei Stipendien und MitarbeiterInnenstellen gewährleisten können. Auch hier spielt die europäische Dimension eine wichtige Rolle. Die PG Dok begleitet und gestaltet aktiv die Entwicklung einer European Researcher’s Charta.

Finanzierungsmöglichkeiten

Die hier gebotene Auflistung der Stipendien unterteilt sich in die großen Förderwerke, die mit Abstand die meisten Promotionsstipendien vergeben, die Landesgraduiertenförderung, private Fördereinrichtungen, einige frauenspezifische Förderprogramme, themenspezifische Stipendien bzw. Stipendien für einzelne Disziplinen oder Fachrichtungen sowie eine Auswahl an ortsbezogener Forschungsförderung und Hinweise zur Förderung von Auslandsaufenthalten Promovierender. Vollständigkeit kann bei der großen Anzahl (auch kleinerer) Stiftungen nicht beansprucht werden.

Die Anforderungen an die BewerberInnen und die StipendiatInnen, die Unterstützungsmöglichkeiten über eine reine finanzielle Zuwendung hinaus etc. können sich von Förderwerk zu Förderwerk, von Stipendiengeber zu Stipendiengeber stark unterscheiden. Es ist sicher hilfreich, sich nicht nur über die Internetseiten der Organisationen zu informieren, sondern auch den Kontakt z. B. zu den an vielen Universitäten vorhandenen VertrauensdozentInnen der Stiftungen und vor allem zu StipendiatInnen, auch ehemaligen, zu suchen.

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