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Die größte Unterrichtsstunde der WeltRund um den Globus wird an diesem Tag in Schulen und an anderen Orten die gleiche Unterrichtsstunde über die Notwendigkeit von Chancengleichheit im Bildungswesen abgehalten und damit eine riesige globale Öffentlichkeit erzeugt.
Neben der Teilnahme am Weltrekordversuch können Sie im Rahmen der Kampagne auch Politiker und Politikerinnen in die Schule einladen oder mit den Schülerinnen und Schülern Forderungen an die Politik erarbeiten.
Das deutschsprachige Materialpaket mit dem Ablaufplan der „größten Unterrichtsstunde" können Sie im Kasten „Download“ ebenso herunterladen wie das Basispaket mit allgemeinen Hintergrundinformationen und Unterrichtsmaterialien. Darüber hinaus können Sie beim Bereich Internationales des GEW Hauptvorstandes Flyer, Plakate, Buttons sowie die Druckversion (Broschüre) des Basispaketes unentgeltlich bestellen.
Besonders für Kinder und Jugendliche aus armen Familien und aus Familien mit Migrationshintergrund sowie für Kinder mit Behinderungen wirkt sich das deutsche Schulsystem mit seiner strikten Trennung zwischen den verschiedenen Schultypen als "De-facto-Diskriminierung" aus, heißt es in dem vor einigen Monaten vorgelegten Bericht des UN-Sonderberichterstatter Vernor Munoz über das deutsche Bildungswesen. Während seiner Recherchen in Deutschland erfuhr Muñoz unter anderem, dass "viele Kinder und Jugendliche" aus Flüchtlingsfamilien "aus Angst vor einer möglichen Entdeckung und Abschiebung der Schule fernbleiben", heißt es.
Muñoz verweist dabei ausdrücklich auf die Position der Bundesregierung, die das Ausländerrecht über die allgemeinen Menschenrechte stellt, und rät zu einer "ausführlichen nationalen Debatte" über die "Marginalisierung von Schulkindern".
Als Antwort auf den Bericht ließ Berlin lapidar verlauten, eine "bewusste bildungspolitische Ungleichbehandlung von Kindern mit Migrationshintergrund" sei "nirgends in Deutschland erkennbar". Tatsächlich jedoch erledigen Zehntausende von Flüchtlingskindern ihre Hausaufgaben täglich unter beschwerlichen Bedingungen: Wie Menschenrechtsorganisationen berichten, sind sie oft in Lagern, zum Teil sogar in Stahlcontainern untergebracht, die über eine Wohnfläche von in der Regel maximal 6 Quadratmetern pro Person verfügen und zudem meist weit von Schulzentren und anderen Orten sozialen Lebens entfernt sind.
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