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Die Bildungsinternationale

Die Bildungsinternationale vertritt die Interessen von dreißig Millionen Beschäftigten in pädagogischen und wissenschaftlichen Berufen, vom Kindergarten bis zur Hochschule. Mit vierhundert Mitgliedsgewerkschaften weltweit ist sie die größte internationale Gewerkschaftsorganisation.
 

Um in einer globalisierten Welt handlungsfähig zu bleiben, muss die GEW auch international zusammenarbeiten. Deshalb sind wir Mitglied in der Bildungsinternationale (BI), der weltweiten Dachorganisation von vierhundert Bildungsgewerkschaften. Die BI-Gewerkschaften verteten über dreißig Millionen Menschen, die in der Bildungsbranche arbeiten. Hierzu zählen Beschäftigte aus allen Bildungsbereichen, von der frühkindlichen Bildung über Schulen, berufliche Bildung, Erwachsenen- und Weiterbildung bis hin zur Universität.

Gegründet wurde die Bildungsinternationale 1993 in Stockholm. Ihr Sitz ist in Brüssel. Sie ist der größte internationale Gewerkschaftsdachverband. Die GEW ist im BI-Vorstand durch den Vorsitzenden Ulrich Thöne vertreten. Die beiden anderen deutschen Mitgliedsorganisationen sind der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS).

Die Bildungsinternationale setzt sich für Menschen- und Gewerkschaftsrechte ein und vertritt die beruflichen Interessen ihrer Mitglieder. Neben den Beschäftigten im Bildungswesen ist die Bildungsinternationale auch den Schülerinnen und Schülern und den Studierenden verpflichtet. Sie fordert gute und kostenlose Bildung für alle und tritt für den Erhalt und Ausbau öffentlich finanzierter Bildungssysteme ein.

Die Bildungsinternationale wendet sich gegen jede Art von Rassismus und Diskriminierung im Bildungsbereich und in der Gesellschaft , sei es aufgrund des Geschlechts, der Rasse, der sexuellen Orientierung, des Familienstatus', einer Behinderung, des Alters, der Religion, der politischen Orientierung oder Meinung, des sozialen oder ökonomischen Status', der Nationalität oder der ethnischen Herkunft.

Die Bildungsinternationale betreibt Lobbyarbeit gegenüber internationalen Organisationen wie UNO, Weltbank oder OECD und engagiert sich in weltweiten Netzwerken wie der Globalen Bildungskampagne. Sie unterstützt entwicklungspolitische Kooperationsprojekte zur Stärkung von Gewerkschaften und ruft regelmäßig zu Protesten und Eilaktionen zum Schutz bedrohter Gewerkschafter auf.



Links: Der Niederländer Fred van Leeuwen ist seit 1993 Generalsekretär der Bildungsinternationale
Mitte: Etwa 1.800 Delegierte und Gäste nahmen im Juli 2011 am sechsten Weltkongress in Kapstadt teil
Rechts: Engagierte Diskussionen beim Weltkongress


Text und Fotos: Manfred Brinkmann



Die Australierin Susan Hopgood ist Präsidentin der Bildungsinternationale



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