
Ganz zu Unrecht findet Burkina Faso, das nach der Unabhängigkeit von Frankreich 1960 bis 1984 zunächst Obervolta hieß, kaum Eingang in die Nachrichten der Welt. Denn im zivilen Engagement und mit einer starken Menschenrechtsbewegung gehört es zu den aktivsten unter den ehemaligen französischen Kolonien in Afrika. Unabhängige Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen mit ihren Hilfs- und Aufklärungsangeboten sowie ihren landesweiten Netzen sind zu einflussreichen Kräften der Zivilgesellschaft geworden und können vom autoritären Präsidialregime nicht mehr so einfach übergangen werden.
Seit langem existieren bereits Schul-, Städte- und Projektpartnerschaften mit Beteiligung von GEW-KollegInnen zwischen Burkina Faso und Deutschland. Der GEW-Hauptvorstand hat darauf aufbauend im Jahre 2003 Beziehungen zur Sekundar- und Hochschulgewerkschaft SYNTER aufgenommen. SYNTER setzt sich für eine Stärkung des öffentlichen Bildungswesens und für bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Lehrkräfte ein. Die Bildungsgewerkschaft ist politisch unabhängig und arbeitet aktiv im burkinischen Gewerkschaftsbundes CGT-B mit. GEW und SYNTER haben einen regelmäßigen Seminar-, Informations- und Erfahrungsaustauch vereinbart. Die gewerkschaftliche Bildungs- und Frauenarbeit von SYNTER wird von der GEW auch finanziell unterstützt.
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SYNTER-Generalsekretär Mamado Barro (links oben)
Seminare und gewerkschaftliche Aktionen in Burkina Faso
(Fotos: Sabine Tölke-Rückert, Manfred Brinkmann)