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Brief der SYNTER an die GEWSYNTER - SYNDICAT NATIONAL DES TRAVAILLEURS DE L’EDUCATION ET DE LA RECHERCHE
Ouagadougou, 23 September 2009
Bericht für den GEW-Hauptvorstand zur Situation nach der Überschwemmmungskatastrophe in Burkina Faso vom 1.9.2009
Nach den derzeitigen Schätzungen sind die Schäden durch die Überflutungen enorm und haben dramatische Auswirkungen für die Bevölkerung und die Beschäftigten im Allgemeinen und für Mitglieder von SYNTER im Besonderen. Nach derzeitiger noch unvollständiger Erhebung sind unseres Wissens nach 42 SYNTER-Mitglieder und zwei Beschäftigte des SYNTER-Zentrums von der Katastrophe direkt betroffen.
Unsere Gewerkschaft hat insofern ausgesprochenes Glück gehabt, als in dem Haus, in dem SYNTER seinen Sitz hat, nur eine Wand durch das Gewicht eines einstürzenden Nachbarhauses niedergerissen wurde. Das Wasser hat das Gebäude selbst nicht erreicht, was ein großes Glück bedeutete, wenn man bedenkt, dass die Fluten in verschiedenen Teilen der Stadt eine Höhe von über 2,50 Meter erreichten, wie z.B. bei dem früheren Haus des SYNTER-Generalsekretärs, der sein Domizil drei Wochen zuvor gewechselt hatte. Die beigefügten Fotos dokumentieren die Gewalt des Wassers. Und alle hier sind sich darüber im Klaren, dass es Hunderte von Toten gegeben hätte, wenn das Wasser in der Nacht gekommen wäre.
Die Behörden geben eine Zahl von 150.000 von der Katastrophe betroffenen Personen an, von denen ca. 120.000 in Schul- und Hochschuleinrichtungen untergebracht wurden. Mehr als drei Wochen nach der Katastrophe ist die Regierung immer noch nicht in der Lage zu sagen, welche staatlichen Wiederaufbau-Hilfen die Betroffenen erwarten können. Die schulischen Einrichtungen wurden kürzlich wegen des Beginn des Schuljahres wieder geräumt und die obdachlos Gewordenen in Zelten untergebracht
Gleichermaßen schwerwiegend sind die Schäden der öffentlichen Infrastruktur: beschädigte Brücken, überflutete öffentliche Gebäude, zerstörte Archive etc. Insgesamt schätzt die Regierung den gesamten Schaden auf mehr als 70 Mrd. CFA Franken (mehr als 10 Mill. Euro), dabei sind die Bedürfnisse der Bevölkerung ganz offensichtlich nicht mit einberechnet. Aus diesem Grunde hat unsere Organisation mit Erleichterung die von der GEW ausgedrückte Bereitschaft zur Unterstützung aufgenommen. Wir haben bei unserer Bestandsaufnahme die Schäden gemessen, die zahlreiche Familen von Beschäftigten im Bildungswesen – wie die übrige Bevölkerung auch – erlitten haben, die alles verloren haben. Und dies vor dem Hintergrund der aktuellen sozialen Krise und der mehr und mehr ansteigenden Lebenshaltungskosten.
Die Regierung hat zu einer nationalen Spendenkampagne aufgerufen, zu der viele Leute nur unter großen Bedenken beitragen, aus Sorge über den Verbleib der Gelder angesichts der generell schlechten Erfahrungen mit der Verwaltung in diesem Land. Was die Beurteilung der Schäden unserer Mitglieder betrifft so hat SYNTER bei seiner eigenen Bemessung bestimmte wichtige Kriterien berücksichtigt:
Wir möchten abschließend betonen, dass die Situation zwar schwierig war und weiterhin schwierig ist, dass aber die arbeitenden Menschen dieser - für ein Land der Sahelzone neuartigen - Naturkatastrophe mit Courage und Optimismus begegnen.
Euer Beitrag, wie immer er ausfällt, wird als konkrete Aktion internationaler Solidarität verstanden.
Mit großem Dank
Für den nationalen Vorstand von SYNTER
Mamadou BARRO
Secrétaire Général
SYNTER BUREAU NATIONAL.
01 BP 547 OUAGADOUGOU 01
Tél . : (226) 50 36 70 38
Fax : (226) 50 31 36 71
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