Von: GEW Hauptvorstand [tarifrunde@gew.de] Gesendet: Donnerstag, 15. Oktober 2009 13:08 An: Holze Sarah Betreff: Länder-Tariftelegramm L-EGO 15. Oktober 2009 Länder-Tariftelegramm L-EGO+++Länder-Tariftelegramm L-EGO+++Länder-Tariftelegramm L-EGO+++ Schleppender Verlauf der dritten Verhandlungsrunde zur Länderentgeltordnung am 12./13. Oktober in Hannover Hauptthemen des ersten Tages waren die Entgeltgruppen 2 bis 8. Es ging darum, die alten Regelungen für Arbeiter und Angestellte zusammenzuführen und die jeweiligen Aufstiege ohne Verluste abzubilden. Dabei bestand Übereinstimmung, dass landesspezifische Tätigkeitsmerkmale bundeseinheitlich geregelt werden sollen. Dass man sich auf diesen Punkt verständigt hat, ist auch für den Lehrkräftebereich von Bedeutung. Wurden doch auf Seiten der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) Stimmen laut, die die Tarifierung der Lehrereingruppierung umgehen und die Regelung lieber auf die jeweilige Länderebene verlagern wollen. Am zweiten Tag wurde der Bereich Sozial- und Erziehungsdienst aufgerufen, der aber erst in der vierten Verhandlungsrunde im Detail besprochen werden soll. Die Arbeitgeber haben in der Verhandlung erkennen lassen, dass sie bereit sind, die alten Aufstiege einschließlich der Vergütungsgruppenzulagen betragsmäßig abzubilden. Die von den Gewerkschaften vorgetragenen Forderungen nach strukturellen Änderungen in der Tabelle wurden von den Arbeitgebern scharf zurückgewiesen. Sie drohten sogar mit dem Abbruch der Verhandlungen. Die TdL sieht für die Entgeltgruppen 9 bis 15 keinen weiteren Verhandlungsbedarf bezüglich der alten Bewährungsaufstiege, weil diese ihrer Meinung nach in den Tabellenwerten vollständig abgebildet sind. Diese Auffassung teilt die GEW ausdrücklich nicht. Träfe dies zu, gäbe es keine Erklärung dafür, dass die Länder im Lehrkräftebereich mit hohen Zulagen arbeiten müssen, um überhaupt noch Personal gewinnen zu können. Die GEW hat der TdL ihr Schreiben zur Konkretisierung ihrer Forderungen zum Bildungsbereich übergeben. Die Verhandlungstermine sollen am 4. November festgelegt werden. Für die GEW, die in diesem Bereich die Verhandlungsführung hat, ist weiterhin das oberste Ziel, zu einem Tarifvertrag auf Bundesebene zu kommen. Heute, am 15.Oktober tagt die Kultusministerkonferenz in Waren/Müritz in Mecklenburg-Vorpommern. Hauptthema des Treffens ist die Lehrerausbildung in den Ländern. Am Rande des Treffens findet eine kleine Aktion statt, auf der für die GEW Annett Lindner, Landesvorsitzende des Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern, sprechen wird. Die GEW muss sich darauf vorbereiten, dass sie ihren Forderungen Nachdruck verleihen muss. Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen: Mitglied werden, Mitglieder werben. Nur Gewerkschaftsmitglieder können Verhandlungen und Entscheidungen beeinflussen. Berlin, 15.Oktober 2009 Ilse Schaad GEW-Hauptvorstand Reifenberger Str. 21 60489 Frankfurt 069-78973-0 tarifrunde@gew.de Sie möchten dieses Tariftelegramm nicht mehr erhalten? Hier können Sie sich austragen: www.gew.de/Laender-Tariftelegramm.html