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10.11.2009

Bildungsstreik geht in die zweite Runde

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270.000 Schüler, Studierende, Lehrkräfte und Eltern gingen beim Bildungsstreik im Juni 2009 mit der Forderung nach besserer, gerechterer Bildung und freierem Lernen auf die Straße. Die öffentliche Aufmerksamkeit war groß, geändert hat sich jedoch wenig. Daher geht der Bildungsstreik jetzt in die nächste Runde.

Die Organisatoren des Bildungsstreiks – ein breites Bündnis von Studierenden, Schülerinnen und Schülern – hat einen "heißen Herbst" angekündigt und ruft für die Zeit vom 17. November bis zum 10. Dezember 2009 zur Beteiligung an neuen Protestaktionen auf.

Durch Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen und andere Aktionsformen sollen die Krise des Bildungssystems auch nach der Bundestagswahl zur Diskussion gestellt und konkrete Veränderungen durchgesetzt werden.

Wie bereits beim ersten Bildungsstreik im Juni unterstützt die GEW auch dieses Mal wieder die Forderungen des Schüler- und Studierendenbündnisses. "Wir brauchen eine Kehrtwende in der Bildungspolitik“, erklärte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne. "Bildungsarmut zu bekämpfen, Chancengleichheit herzustellen und gute Bildung für alle Menschen zu garantieren, lautet das Gebot der Stunde. Gerade jetzt, da die schwarz-gelbe Koalition noch stärker auf Privatisierungen im Bildungsbereich setzt und ihre Wählerklientel aus Bürgertum und der Gruppe der Besserverdienenden mit Wohltaten bedient – und die sozial Schwächeren auf der Strecke bleiben“, so Thöne.

Parallel zum Beginn des Bildungsstreiks am 17. November plant die GEW Hessen eine eintägige Arbeitsniederlegung, um die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte – u. a. Reduzierung der Pflichtstunden und Fortsetzung der Altersteilzeit – zu unterstreichen. Sofern mindestens 5.000 Kolleginnen und Kollegen landesweit ihre Bereitschaft zur Arbeitsniederlegung bekunden, wird die GEW Hessen einen entsprechenden Aufruf starten.

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