Dr. Ursula Herdt, die im Nationalen Forum für Beratung in Bildung Beruf und Beschäftigung für die GEW und in dessen Vorstand vertreten ist, hat den vorliegenden Text verfasst und überarbeitet. Er wurde im Vorfeld der Tagung und danach intensiv mit Kolleginnen und Kollegen unserer Bundesfachgruppen berufsbildende Schulen und Weiterbildung besprochen. Das Diskussionspapier befasst sich – wie im Text ausgeführt – im wesentlichen mit der postschulischen Bildungsberatung, konkret mit der Berufs- und Ausbildungsberatung, der Studien- und der Weiterbildungsberatung.
Das Thema Beratung spielt im Prozess des lebenslangen Lernens eine wichtige Rolle. Nichtsdestoweniger wurden die verschiedenen Beratungsangebote in den letzten Jahren zunehmend eingeschränkt, wie im vorliegenden Text ausgeführt wird. Dabei liegt bisher eine vollständige Darstellung aller Beratungsangebote (insbesondere bezogen auf die Weiterbildung und für bestimmte Zielgruppen) nicht vor. Auch die vom BMBF in Auftrag gegebenen Studie über die Beratungslandschaft in Deutschland, die voraussichtlich im März 2007 vorliegen wird, wird diese Lücke nicht schließen, sodass weiter erheblicher Forschungsbedarf auf diesem Gebiet besteht. Es ist zu hoffen, dass das BMBF dieses Thema verstärkt verfolgt und noch in dieser Legislaturperiode konkrete Schritte für mehr Transparenz, Kontinuität und Ausbau des Beratungsangebots unternimmt. Der Arbeitskreis Bildungsberatung, der kürzlich im Rahmen des 2006 von Bildungsministerin Schavan einberufenen Innovationskreis Weiterbildung gebildet wurde, sollte entsprechende Handlungsempfehlungen entwickeln.
Der dokumentierte Text (Download rechts) wird zum einen als Grundlage für die Meinungsbildung zum Thema Bildungs- und Berufsberatung in der GEW und zum anderen als Diskussionsangebot an alle bildungspolitischen Akteure verstanden.