Privatschulen, so heißt es, seien beliebt wie nie. Die Nachfrage übersteige bei weitem das Angebot. Laut Verfassung beansprucht der Staat in einer pluralen Gesellschaft keine Monopolstellung im Schulwesen, sondern bietet freien Trägern die Möglichkeit, Schulen zu gründen. Doch dieser korporatistische Begründungszusammenhang ist in den vergangenen Jahren zunehmend in den Hintergrund getreten und von ökonomischen Argumentationsmustern überlagert worden.
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05.11.2008 - Im Zangengriff der Konzerne und Lobbyisten: Privatisierung in allen Bildungsbereichen – ein Überblick
Von außen versuchen private Anbieter, die öffentlichen Bildungseinrichtungen unter Wettbewerbsdruck zu setzen. Von innen sickern Managementkonzepte aus der Privatwirtschaft ein.
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05.11.2008 - Druck auf staatliche Schulen wächst - Privatschulen profitieren vom Unbehagen der Eltern
Trotz oder gerade wegen der Reformen „von oben“ bleiben die Missstände im staatlichen Schulsystem erheblich: Lehrermangel, Unterrichtsausfall, zu wenig individuelle Förderung, schlechte räumliche Ausstattung, stark renovierungsbedürftige Schulgebäude. All das sind Gründe, die vor allem bildungsinteressierte Eltern zunehmend in die Arme privater Bildungsanbieter treiben.
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05.11.2008 - Interview: Sind Privatschulen staatlichen Schulen überlegen?
Treibt das unterfinanzierte staatliche Schulsystem Eltern und ihre Kinder in den privaten Sektor? Werden Schulen in freier Trägerschaft vom Staat bei der Finanzierung benachteiligt? Und: Unter welchen Bedingungen kann auch in staatlichen Schulen eine gute Pädagogik erfolgreich umgesetzt werden? E&W-Gespräch mit den Schulleiterinnen Ute Vogell von der Montessori-Schule im hessischen Hofheim, einer Schule in freier Trägerschaft, und Hildegard Greif-Groß, Rektorin einer staatlichen Grundschule in Berlin.
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05.11.2008 - Zeitenwende auf dem Campus - Die Frankfurter Stiftungsuniversität polarisiert
Insbesondere Professoren der Johann Wolfgang Goethe-Universität sehen in der neuen Rechtsform der Hochschule eine große Chance: Die Uni soll nicht mehr länger Mittelmaß sein, sondern sich mit den besten Hochschulen messen können. Studierende und Beschäftigte kritisieren das Projekt scharf. Sie sehen eine Gefahr für die freie Wissenschaft.
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05.11.2008 - Mehrere Länder wollen nicht zahlen - Teilzeitbeschäftigte Beamte müssen Mehrarbeitsvergütung beantragen
Beamtinnen und Beamte, die in Teilzeit beschäftigt sind, müssen für ihre Mehrarbeit anteilig bezahlt werden. Einige Bundesländer haben diese Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) jedoch noch nicht umgesetzt. Deshalb müssen betroffene Beamtinnen und Beamte ihren Anspruch in diesen Ländern individuell geltend machen. Wird das Anliegen abgewiesen, muss der Klageweg beschritten werden.
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05.11.2008 - Bundesverwaltungsgericht: Stufenzuordnung nach TV-LMitbestimmungspflichtig
Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat über einen der derzeit wichtigsten personalvertretungsrechtlichen Streitfälle entschieden*: Personalräte haben nun ein umfassendes Mitbestimmungsrecht bei der Stufenzuordnung nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L). Damit wird der Begriff der mitbestimmungspflichtigen Eingruppierung der Beschäftigten nicht mehr nur auf die Entgeltgruppe, sondern auch auf die Stufenzuordnung ausgedehnt. Das stärkt die Position der Personalräte.
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05.11.2008 - Arbeitgeber spielen auf Zeit - Keine Verhandlungen über Entgeltordnung Sozial- und Erziehungsdienst
Mit dem Abschluss der Tarifrunde 2008 ist am 31. März vereinbart worden, für den Sozial- und Erziehungsdienst vorrangig eine neue Entgeltordnung zu verhandeln. Nach dem Übergang vom Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) im Jahr 2005 war vorgesehen, bis zum 30. September 2007 die BAT-Eingruppierungstarifverträge durch eine neue, alle Berufe und Branchen umfassende Entgeltordnung des TVöD zu ersetzen. Dies ist nicht gelungen. Die Erzieherinnen und Erzieher sind zu Recht sauer.
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05.11.2008 - Bildungsarmut im reichen Land - Funktionale Analphabeten flüchten vor Ziffern und Buchstaben
Ein bildungspolitischer Skandal im reichen Deutschland: Vier Millionen erwachsene Deutsche können kaum lesen und schreiben. Sie werden als funktionale Analphabeten bezeichnet. Wie viele das Rechnen nicht beherrschen, ist nicht bekannt. Das Bundesbildungsministerium (BMBF) fördert deshalb derzeit Forschung und Vernetzung der Grundbildungsarbeit mit 30 Millionen Euro. Das ist sicher notwendig, doch: Wird der Hebel hier richtig angesetzt?
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05.11.2008 - Courage haben und den Mund aufmachen: Interview mit Fußball-Weltmeisterin Steffi Jones
Stephanie Ann Jones, genannt „Steffi“, war Weltmeisterin und ist eine der erfolgreichsten deutschen Fußballerinnen. Nach ihrer aktiven Laufbahn spielt sie als Präsidentin des Organisationskomitees für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 eine herausragende Rolle. Sie ist eine engagierte Kämpferin gegen Fremdenfeindlichkeit und unterstützt die Aktion „Kein Platz für Rassismus!*“.
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